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Schülerpraktika

Hineinschnuppern in das Berufsleben
Zahlreiche Schulpraktikanten der Paul-Moor-Schule in Reichensachsen werden bei den Werraland Werkstätten Eschwege auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet; die Praktika finden zweimal im Jahr statt.
"Das Praktikum dient dazu festzustellen, ob der anvisierte Berufswunsch passt oder ob man sich lieber für einen anderen Bereich entscheiden sollte", erklärt Rüdiger Greinke, Gruppenleiter Lehrwerkstatt, Fachrichtung Metall. Daher gehört es zum langjährigen Bildungsangebot der Werraland Werkstätten Eschwege, Schülerinnen und Schüler der Paul-Moor-Schule in Reichensachsen als Schulpraktikanten zu beschäftigen. "Jedes Praktikum ist eine Vorbereitung auf das Berufsleben und wird dementsprechend sorgfältig vor- und nachbereitet", ergänzt Constance Henning, Abteilungsleiterin des Berufsbildungsbereichs der Werraland Werkstätten. Zwei Wochen dauern die Schulpraktika jeweils; genug Zeit, um den Praktikanten, die zwischen 15 und 18 Jahren alt sind, die Möglichkeit zu geben, verschiedene Bereiche der Werkstätten kennen zu lernen.
Einteilung nach Interesse und Neigung
Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Praktikum ist die gute Zusammenarbeit zwischen der Paul-Moor-Schule und den Werraland Werkstätten. Jeweils im Frühjahr und Herbst nehmen die Werkstätten um die acht bis zehn Paul-Moor-Schülerinnen und -Schüler auf. "Diese Regelmäßigkeit schafft immer wiederkehrende Kontakte, die von einer guten Grundstimmung getragen werden", so sehen es auch die Lehrerinnen Ute Linge und Jutta Krainau. Auch die Integrationshelfer, die Schulpraktikanten begleiten, die aufgrund ihrer starken Behinderung nicht selbst kommunizieren können, loben die überaus bereichernde Zusammenarbeit zwischen Schule und Werkstatt. Die Werraland-Mitarbeiter wiederum wissen die Hilfe und Unterstützung der Integrationshelfer dankbar zu schätzen.
"Über den Kontakt zu den Integrationshelfern finden wir schneller Zugang zu den Praktikanten, die in ihren Möglichkeiten mannigfaltig eingeschränkt sind und umfassende Assistenz bei der Gestaltung des Alltags benötigen", erklärt Rüdiger Greinke. Denn jeder Praktikant soll nach dem ersten Kennenlernen nach persönlichem Interesse und spezieller Neigung auf die verschiedenen Arbeitsbereiche aufgeteilt werden. "In der Regel können wir alle Wünsche der Praktikanten bedienen", sagt Greinke, "denn unsere Arbeitsbereiche innerhalb der Werkstatt sind breit gefächert".
Große Freude über positive Rückmeldungen
"Die Praktikanten kommen in der 9. und 10. Klasse zu uns", berichtet Constance Henning. "Meist sind die Erwartungen sehr hoch. Wir versuchen dann für jeden das geeignete Umfeld und die passende Aufgabe zu finden." Um das Vorwissen über die Praktikanten zu vertiefen, finden Gespräche mit den Lehrern sowie den Eltern und Betreuern statt. Ist die geeignete Gruppe gefunden, wird der Gruppenleiter informiert, um eine gezielte Betreuung der Praktikanten zu gewährleisten.
Nach Abschluss des Praktikums findet ein Gruppengespräch statt, um den Praktikumsverlauf zu bilanzieren und um den Praktikanten eine Rückmeldung über ihre Leistungen zu geben. Viel Lob für selbstständiges Arbeiten und ein nettes, freundliches Auftreten in der Gruppe wird den Praktikanten mit auf den Weg gegeben. Das motiviert, nach Beendigung der Schulzeit voller Zuversicht dem Start im Berufsbildungsbereich der Werraland Werkstätten entgegenzusehen.
Alexandra Koch
Werraland Werkstätten
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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