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Festakt und Jubiläumsfeierlichkeiten

25. Jubiläum der Wohnstätten Eschwege, Kasseler Straße am 04. und 05. Juli 2008
25 Jahre ist es nun her, dass in der Kasseler Straße das erste und zweite Haus der stationären Werraland-Wohnanlage für Menschen mit Behinderung feierlich eingeweiht wurden. In 1987 folgte das dritte Haus und im November 1992 wurden Haus 4 und 5 in Betrieb genommen.
Insgesamt bieten die Wohnstätten Eschwege mit den fünf Wohnheimen in der Kasseler Straße rund 50 Menschen mit Behinderung ein Zuhause. "Wir pflegen hier eine familiäre Atmosphäre, was auf natürliche Weise zum Wohlfühlen beiträgt", berichtet Matthias Kreiselmeyer, Hauptabteilungsleiter Stationäres Wohnen. Mit Inbetriebnahme des stadtnahen Wohnhauses "Vor dem Brückentor" in Eschwege summierte sich die Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Wohnplätze auf 77.
Barrierefreies Leben in Geborgenheit
Das breitgefächerte und gut aufgestellte Betreuungsangebot der Werraland-Wohnstätten wurde im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten oft gelobt. "Unser Betreuungsangebot orientiert sich an den aktuellen Leitzielen der Behindertenpädagogik", erklärt Matthias Kreiselmeyer. "Menschen mit Behinderung werden in ihrer individuellen Lebensplanung unterstützt, um so in die Lage versetzt zu werden, eigene Perspektiven zu entwickeln." Wohnstätten-Bewohner, die bei den Jubiläumsfeierlichkeiten in das Programm miteinbezogen wurden, sind voll des Lobes über ihr Zuhause in der Kasseler Straße und "Vor dem Brückentor".
Friedolin Reuffurth und Anita Meister zum Beispiel, die stolz die Begrüßung der Jubiläumsgäste im Rahmen des offiziellen Teils übernahmen, sowie auch Jürgen Jilg und Michael Kulle, die der Presse in den Block notierten, wie wohl sie sich in den Wohnstätten fühlen. "Differenzierte Wohnstrukturen und kleine Wohngruppen erlauben ein hohes Maß an Individualität. Im häuslichen Umfeld wird die ganze Bandbreite des täglichen Lebens unterstützt, Menschen mit Handicap erhalten Rat und Hilfe bei der Entwicklung sozialer Kompetenz und persönlicher Lebensperspektiven", das ist das Erfolgsrezept der Werraland-Wohnstätten Eschwege.
"Die Wohnstätten sind viel mehr als ein Dach über dem Kopf"
"Wie wir alle wissen, gibt es heute in den Werraland Werkstätten noch viele weitere Wohnangebote in verschiedenen Größen an verschiedenen Orten, wo Menschen mit unterschiedlichstem Hilfebedarf im Wohnen im Verbund die Hilfe und Assistenz finden, die sie für ihr Leben benötigen", sagte Andrea Röth-Heinemann, Vorstandsmitglied des Vereins Werraland Werkstätten e. V. in ihrer Jubiläumsansprache. "Aber die Wohnstätte ist ja nicht einfach nur ein Gebäude, sondern viel mehr. Für die Menschen, die hier leben, ist sie nicht nur Dach über dem Kopf, sondern bietet die Hilfe und Unterstützung, die jeder einzelne Bewohner benötigt."
Die gebotene Vielfalt, nicht nur in den Werkstätten, sondern auch beim Wohnen wurde anläßlich des Jubiläums oft angesprochen. Viele Grußredner bezogen sich auf dieses Qualitätsmerkmal. "Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dem Menschen mit Behinderung die für ihn passenden Leistungen anzubieten. Die Devise heißt weiterhin so viel Hilfe wie nötig, aber so viel Selbstständigkeit wie möglich", sagte Uwe Brückmann, Landesdirektor des Landeswohlfahrtsverbandes in seiner Jubiläumsansprache. Mit Lob und besten Wünschen für die Zukunft der Wohnstätten wand sich Brückmann an alle Werraland-Beschäftigten und -Mitarbeiter sowie alle Gäste im vollbesetzten Festzelt.
Gute Wünsche und lobende Worten richteten auch andere Grußredner an die Werraland Werkstätten: Pfarrerin i. R. Hanna Hossbach, 1. Vorsitzende des Verwaltungsrates des Vereins Werraland Werkstätten, Landrat Stefan Reuß, 2. Vorsitzender des Verwaltungsrates, Thomas Große, 1. Stadtkämmerer der Stadt Eschwege, Jutta Brandhorst vom Diakonischen Werk Kurhessen-Waldeck, Pfarrer Harald Aschenbrenner, Hartmut Kleiber, Vorstandsmitglied von "Aufwind", dem Verein für Seelische Gesundheit, sowie Elfriede Mench, Vorstandsmitglied des Fördervereins zugunsten der Werraland Werkstätten.
Viel Programm an zwei Jubiläumstagen
Außer den Festansprachen gab es an beiden Jubiläumstagen ein buntes und abwechslungsreiches Programm zu bewundern. Es traten auf der Chor, die Tanzgruppe sowie die Theatergruppe der Werraland Werkstätten. Auch eine Modenschau der Bewohner der Wohnstätten Kasseler Straße trug zur Unterhaltung der Gäste bei.
Neben Spiel, Spaß und Unterhaltung gab es auch leise und besinnliche Töne - und zwar im Rahmen einer Predigt, die Pfarrerin i. R. Hanna Hossbach hielt. In ihre Interpretation des Psalms 23 bezog sie die Wohnstätten-Bewohner mit ein, die passend zum Inhalt der Predigt Zeichnungen auf buntem Papier hochhielten und an eine Stellwand hefteten.
Alexandra Koch
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Werraland Werkstätten
Juli 2008
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