Werraland Werkstätten e.V.
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Interview mit Andrea Röth, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Werraland Werkstätten e.V.
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Das Interview für die Europa-Akademie führten Lena Ronshausen und Manuel Hauswald.

Manuel Hauswald: „Was machen Sie und für was sind Sie zuständig?“

Andrea Röth: „Ich bin Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des Vereins Werraland Werkstätten. Die Werraland Werkstätten haben sich in zwei Bereiche aufgeteilt. Der eine Bereich ist der Bereich „Werkstatt“ und „Verwaltung“. Der zweite Bereich umfasst alles was mit „Wohnen“ zu tun hat. Das sind Wohnheime, betreutes Wohnen und der Kinder- und Jugendbereich im Werra-Meißner-Kreis. Dafür bin ich zuständig.“

Lena Ronshausen: „Wieviel Wohnheime gibt es bei Werraland?“

Andrea Röth: „Es gibt die ‘Kasseler Straße‘ mit 5 Häusern. Dann gibt es noch die Wohnstätte „Vor dem Brückentor“, dann in Datterode das ‘Fritz-Delius-Haus‘ und in Reichensachsen das ‘Werner-Seeger-Haus‘ für Kinder- und Jugendliche.“

Manuel Hauswald: „Gibt es denn im Wohnheim Möglichkeiten zum Wohnen mit einem Rollstuhl?“

Andrea Röth: „Das ist ein großes Problem. Wir haben nur wenige Möglichkeiten im Wohnheim, wo man mit einem Rollstuhl gut wohnen kann. Beispielsweise in der ‘Kasseler Straße‘ in Eschwege im Haus 4. Da ist eine Etage so umgebaut, dass man da die Zimmer gut mit einem Rollstuhl benutzen kann. Und, dass da die Küche gut ausgestattet ist, dass jemand im Rollstuhl da was machen kann.
Das ist wirklich ein Problem. Nicht nur bei uns, auch in anderen Einrichtungen.

Und wir sind im Moment dabei, eine neue Wohneinrichtung zu planen mit einem Architekten, die in Bad Sooden-Allendorf gebaut werden soll.
Und die wird so gebaut, dass man da in allen Zimmern mit dem Rollstuhl leben kann.

Manuel Hauswald: „Aha. Und gibt es denn eine Möglichkeit, dass ein Schwimmbad im Wohnheim ist?“

Andrea Röth: „Uh, das wäre was sehr wünschenswertes, aber das ist schlichtweg zu teuer.
Dabei muss man auch wissen, dass sich mit dem Wohnen auch in den Wohnheimen künftig einiges ändern wird. Wenn jemand kein eigenes Haus als Eigentum hat, dann wohnt er ja irgendwo zur Miete. Das heißt, er muss Geld dafür bezahlen, dass er irgendwo in einer Wohnung wohnt. Und genauso funktioniert das für Menschen mit einer Behinderung auch: Entweder wohnen die in einer eigenen Wohnung und zahlen da Miete oder sie wohnen in einer Wohnstätte. Und da wird es künftig auch so, dass da ein Mietanteil ausgewiesen wird.
Und die Miete darf natürlich eine bestimmte Grenze nicht überschreiten, wenn zum Beispiel der Werra-Meißner-Kreis das mit Wohngeld unterstützt.
Von daher muss man auch gucken, dass man die Häuser so baut, dass die Miete so günstig ist, dass man sich das auch leisten kann.
Und da ist leider kein Schwimmbad drin.“

Manuel Hauswald: „Ja, und gibt es im Wohnheim dann auch einen Fahrstuhl?“

Andrea Röth: „Im Moment in unserem noch nicht. Wir sind gerade dabei, in der ‘Kasseler Straße‘, dass wir zumindest mit einem Treppenlift was machen.
Dass halt Menschen, die nicht mehr so gut laufen können, trotzdem die Treppe hoch und runter kommen.
Für Bad Sooden-Allendorf, für das neue Wohnheim, ist auf alle Fälle ein Fahrstuhl geplant.“

Manuel Hauswald: „Ja, und wie viele Räume soll es denn im neuen Wohnheim geben?“

Andrea Röth: „In dem neuen Wohnheim: es werden unterschiedliche Häuser werden. Insgesamt können da 24 Personen leben und immer acht in einer Gruppe zusammen. Und es ist so geplant, dass jeder dort ein eigenes Zimmer hat mit einem kleinen Bad dazu. Und dann gibt es einen Gemeinschaftsraum, wo man sich aufhalten und wo man essen kann. Eine Küche natürlich und dann gibt es Dienstzimmer für Mitarbeiter. Dann wird es ein Pflegebad geben. Und natürlich noch andere Räume wie Lagerräume, Abstellräume, Räume für Technik und wo weiter.“

Manuel Hauswald: „Ja, und für die Rollstuhlfahrer gibt es bestimmt auch einen Betreuer, der einem beim Duschen hilft.“

Andrea Röth: „Ja klar. Da wird bei jeder Person geguckt, was braucht die Person an Hilfe, wieviel Zeit umfasst das und welche Mitarbeiter braucht man dafür. Dafür werden dann wieder die Mitarbeiter eingestellt, die das dann machen.“

Lena Ronshausen: „Ich habe gehört, es gibt neue Wohnmöglichkeiten für Jugendliche: „Was ist das?“

Andrea Röth: „Ja, das ist eine Wohnmöglichkeit die heißt ‘Wohnbildungsbereich‘. Das sind Wohngemeinschaften, in der junge Menschen leben, die entweder vorher zuhause bei den Eltern gelebt haben oder die auch vorher im ‘Werner-Seeger-Haus‘ gelebt haben und nun eigenständiges Leben üben möchten. Und das können sie in dieser Wohnung machen.“

Lena Ronshausen: „Gibt es weitere neue Ideen bezüglich Wohnen?“

Andrea Röth: „Es gibt vielfältige Wohnmöglichkeiten im ambulant betreuten Wohnen. Wir haben ja Häuser der ambulanten Dienste in Eschwege und in Witzenhausen. Dann gibt es in Eschwege das ‘Concierge-Wohnen‘, wo ein Mitarbeiter als Ansprechpartner im Haus mit drin wohnt, und wo Menschen mit Behinderung und Menschen, die jetzt aktuell keine Behinderung haben, zusammen in einem Haus wohnen als Hausgemeinschaft.“

Lena Ronshausen: „ Und wie sieht die Zukunft aus?“

Andrea Röth: „Ich hoffe mal gut. Wir haben ein neues Gesetz – das Bundesteilhabegesetz. Und da wird es auch im Wohnen so einige Veränderungen geben! Gerade was so Verträge angeht und Abrechnungen. Da weiß man im Moment auch nicht ganz genau, wie das alles werden wird.
Und man muss dann einfach gucken, was sind weitere Bedarfe von Menschen, die im Wohnen betreut werden möchten und wie kann man möglichst vielfältige Wohnmöglichkeiten schaffen, dass jeder das bekommt, was er braucht.“

Lena Ronshausen: „Vielen Dank für das Interview und einen schönen Tag!“

Manuel Hauswald: „Auf Wiedersehen und vielen Dank!“

Andrea Röth: „Gerne, es waren sehr interessante Fragen, die Sie gestellt haben!“







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Interview mit Andrea Röth

Interview mit Andrea Röth
Interview mit der Chefin: Manuel Hauswald und Lena Ronshausen befragten Andrea Röth, Vorstandsmitglied der Werraland Werkstätten.

Foto: Winter