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Ideen, Visionen, Ausblicke
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Zukunft der Werkstätten: Hochkarätig besetzte Fachtagung der Europa-Akademie

„Die Europa-Akademie steht für Qualität und hat sich in der Werkstätten-Szene in Deutschland einen hervorragenden Namen erarbeitet“, sagt Martin Hofmockel, Leiter der Europa-Akademie, dem Institut für Teilhabe und Inklusion des Sozialunternehmens Werraland.
Belegt wird Hofmockels Aussage durch die jüngste Fachtagung, die die Europa-Akademie in Fulda veranstaltete. Hochkarätige Referenten konnten für die Fachtagung zum Thema „Werkstatt der Zukunft: Ideen, Visionen, Ausblicke“ gewonnen werden, an der 65 Vertreter, Geschäftsführer und Vorstände von Werkstätten für behinderte Menschen aus ganz Deutschland, teilnahmen.

„Wir haben mit unserer Thematik voll ins Schwarze getroffen“, so Hofmockel. Denn Werkstätten stehen in der Diskussion. Für die Einen sind sie eine sozialpolitische Errungenschaft, die es mit allen Mitteln zu verteidigen gilt, für die Anderen sind Werkstätten nicht mehr zeitgemäß und sollten durch andere Formen beruflicher Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigungen ersetzt werden.
„Unsere Referenten nahmen sich der Frage nach einer grundsätzlichen Neuausrichtung des Gesamtsystems beruflicher Teilhabe in Deutschland an. Ausgangspunkt hierfür sind die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention und die Entwicklung in anderen europäischen Ländern“, so Hofmockel, der neben der Leitung der Akademie als Psychologe im Sozialunternehmen Werraland tätig ist.
Neben den Beiträgen von Katharina Bast, Europareferentin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen, Jürgen Melchior vom Landeswohlfahrtsverband Hessen, Prof. Dr. Johannes Schädler von der Universität Siegen und Stefan Göthling, Geschäftsführer von „Mensch Zuerst“, einer Selbstvertretungsorganisation von Menschen mit Lernschwierigkeiten, stand mit Franz Wolfmayr einer der anerkanntesten Kenner der europäischen Hilfesysteme und aktueller Entwicklungstendenzen in Fulda am Rednerpult. Er nahm Stellung zu möglichen Reformen der beruflichen Teilhabe und des Werkstättensystems. „Zugänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt müssen Vorrang vor anderen Lösungen haben. Eine berufliche Orientierung, die diesen Zugang ermöglicht, muss Menschen mit Beeinträchtigungen bereits während der Schulzeit offen stehen“, fordert Wolfmayr.

Für die deutschen Werkstätten gehe es darum, sich zu solidarisch sozialwirtschaftlichen Unternehmen zu wandeln, die als Teil des Beschäftigungssektors und nicht des Sozialsektors agieren. Werkstätten sollten unter Marktbedingungen arbeiten und dabei die staatliche Finanzierung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Beeinträchtigungen in Anspruch nehmen.
Laut Prof. Dr. Johannes Schädler müsse sich zuerst an den sprachlichen Gepflogenheiten etwas ändern. In Werkstätten werde immer davon gesprochen „draußen arbeiten“. „Wir hier drin, die da draußen“ sorge dafür, dass sich vor allem Werkstattbeschäftigte mit Handicap nicht als Teil des Arbeitsmarktes sehen würden. „In den Köpfen existiert eine Barriere, die den Übergang von Werkstatt in den allgemeinen Arbeitsmarkt schwierig macht, zum Teil sogar verhindert“, so Prof. Dr. Schädler. Dabei sei die momentane Arbeitsmarktsituation so günstig wie nie, denn bei einer Arbeitslosenquote von unter fünf Prozent hätten auch Menschen mit Beeinträchtigung eine Chance.

In den anschließenden Diskussionen der 65 Teilnehmer wurde über die Weiterentwicklung des „Systems Werkstatt“ kontrovers gesprochen. Von „Das bestehende System ist sinnvoll und bewährt“ bis „Die Regelungen der Werkstattgesetzgebung sind veraltet und müssen dringend reformiert werden“ gingen die Meinungen weit auseinander.


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Ideen, Visionen, Ausblicke
Erfolgreiche Fachtagung zur Zukunft der Werkstätten in Fulda. Rechts im Bild: Martin Hofmockel, Leiter der Europa-Akademie.

Ideen, Visionen, Ausblicke
Zentrales Thema der Fachtagung war die zukünftige Realisierung beruflicher Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Text: Lars Winter
Foto: Klaus Stephan

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