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Spendenaktion für Daniel

Daniel wurde ein zweiter Geburtstag geschenkt. Daniel Drescher aus Eschwege bekam am 22. September ein neues Herz!
Daniel Drescher (18) hat mit seinen jungen Jahren bereits einen langen und schweren Leidensweg hinter sich. Am 22. September wurde Daniel, der unter massiver Herzschwäche litt, im Herzzentrum in Bad Oeyn- hausen ein neues Herz transplantiert.
"Dieser Tag ist mein zweiter Geburtstag", freut sich Daniel, der Ende Oktober nach über einjährigem Klinikaufenthalt zurück nach Hause kam. Vor seiner Erkrankung arbeitete Daniel als Auszubildender in der Küche der Werraland Beschäftigungsgesellschaft (WeBeG).
Endlich zurück in den eigenen vier Wänden freut sich der 18-Jährige darauf, bald wieder ein normales Leben aufnehmen zu können; unter der Voraussetzung, dass sich sein gesundheitlicher Zustand weiterhin positiv entwickelt. Momentan geht es Daniel gut. Er genießt es, bei seiner Familie in gewohnter Umgebung zu sein und auch seine Freunde und ehemaligen Arbeitskollegen treffen zu können.
"Es ist ein gutes Gefühl, sich endlich wieder besser zu fühlen", sagt Daniel, er sehr froh darüber ist, das baldige Weihnachtsfest zuhause im Kreise seiner Familie feiern zu können. "Meine Durchblutung funktioniert wieder so gut, dass ich endlich keine kalten Hände und Füße mehr habe.
" Noch muss Daniel alle zwei bis drei Wochen zur Kontrolle seines gesundheitlichen Zustandes ins Herzzentrum nach Bad Oeynhausen. "Wenn sich alles weiter so gut entwickelt, dann wird sich der Abstand zwischen den Kontrolluntersuchungen von Mal zu Mal vergrößern", berichtet Daniels Mutter Christa Drescher. Sie wirkt zuversichtlich und entspannt beim Gespräch. Die schlimmste Zeit liegt, laut ihrer Angaben, hinter der Familie.
Licht am Ende des Tunnels
Mit Daniels erfolgreich verlaufener Herztransplantation am 22. September ist wieder Licht am Ende des dunklen Tunnels erschienen, und die gesamte Familie schaut der Zukunft hoffnungsvoll entgegen.
Aber der Tunnel, das heißt das Familienschicksal von Dreschers, war sehr lang und dunkel. Nicht nur, dass Daniel im Februar 2007 plötzlich erkrankte, auch sein Vater wurde wenig später schwer krank und starb im Januar dieses Jahres an Krebs.
"Wir haben schwere Wochen und Monate hinter uns", sagt Christa Drescher. "Umso mehr freut uns die große Anteilnahme der Menschen im Werra-Meißner-Kreis an unserem Schicksal."
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Investition in Daniels Zukunft
Auch die Kolleginnen und Kollegen bei den Werraland Werkstätten, wo Daniel im August 2006 eine Lehre als Koch in der WeBeG-Küche begann, haben das Schicksal der Familie Drescher mitverfolgt und nehmen großen Anteil daran. Daher war es dem Vorstand und allen Werraland-Mitarbeitern auch so ungemein wichtig, etwas für Daniel zu tun.
Eine groß angelegte Spendenaktion soll dazu beitragen, dass die angespannte finanzielle Lage der Dreschers etwas gemildert wird. "Wir möchten, dass Daniel schnell gesund wird und später auch wieder arbeiten gehen kann. In der Zwischenzeit soll er sich um finanzielle Angelegenheiten keine Sorgen machen müssen", sagt Gerd Hoßbach, Vorstandsvorsitzender des Vereins Werraland Werkstätten e. V.
Um der Familie in der Not zu helfen, initiierte der Werraland-Vorstand eine Spendenaktion, die beim Tag der offenen Tür der Werraland Werkstätten am 1. Advent der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Auf einer Stellwand wurden mit Fotos und Text Daniels Krankheit und deren Verlauf bis zum heutigen Genesungszustand dargestellt. Außerdem wurde zum Tag der offenen Tür auch das Spendenkonto mit dem Schlüsselwort "Daniel Drescher" veröffentlicht. Alle dort eingehenden Spenden werden speziell für Daniels Genesung und als Investition in seine Zukunft genutzt. Denn Daniels Leben geht weiter!
Nach über einjährigem Krankenhausaufenthalt und der momentanen Regenerationszeit zuhause wird Daniel spätestens im Sommer 2009 wieder ein "normales" Leben mit Berufsausbildung und Freizeitaktivitäten aufnehmen können. "Wir haben Daniel eine Ausbildung zum Bürokaufmann in unserer Verwaltung zugesagt", informiert Gerd Hoßbach. "Damit hoffen wir, ihm eine berufliche Zukunftsperspektive zu eröffnen"
Ein großer Dank an alle, die Anteilnahme zeigen "Wir sind so glücklich, dass uns so viele liebe Menschen helfen", spricht Christa Drescher im Namen der ganzen Familie Worte des Dankes. "Dafür möchten wir uns von ganzem Herzen bedanken. Wir sind überwältigt von dieser großen Anteilnahme." Und noch eine Sache liegt Christa Drescher am Herzen: "Es sollten mehr Menschen einen Organspende-Ausweis bei sich tragen. Es ist so einfach", sagt sie. "Jeder von uns kann den Organspende-Ausweis selbst für sich ausfüllen." Laut ihrer Angaben bedarf es keiner vorherigen ärztlichen Untersuchung. Daniels Familie hat in der zurückliegenden harten und traurigen Zeit fest zusammengehalten und steht auch jetzt geschlossen hinter Daniel.
Immer für ihn da sind seine Mutter sowie seine Schwester Donja mit ihrem Mann Thorsten und der kleinen Tochter Lilli-Sophia (9 Monate). "Daniel wird der Patenonkel von Lilli-Sophia", erzählt Donja Hering voller Stolz. "Wir haben mit der Taufe extra auf ihn gewartet und machen sie erst im neuen Jahr." Lilli-Sophia ist beim Gespräch im Wohnzimmer der Familie Drescher mit dabei und schaut ihren Patenonkel mit großen, freudigen Kinderaugen an. Daniel lächelt zurück. Lilli-Sophia gibt ihm jeden Tag neuen Lebensmut – genauso wie der Rest der Familie und alle, die sich um Daniel sorgen.

Zu Daniels schwerer Erkrankung, die für alle Kolleginnen und Kollegen bei den Werraland Werkstätten überraschend
kam und über die alle sehr erschüttert waren, ein Interview mit Gerd Hoßbach (Vorstandsvorsitzender des Vereins
Werraland Werkstätten e. V.):
A. Koch: "Herr Hoßbach, versuchen Sie Ihre spontanen Gefühle zu beschreiben, die Sie hatten, als Sie von Daniels Krankheit erfuhren."
G. Hoßbach: "Das kann ich ganz schlecht mit Worten auf den Punkt bringen. Zuerst konnte ich gar nicht glauben,
dass ein junger Mensch so eine schwere Erkrankung haben kann; zumal zum damaligen Zeitpunkt auch noch nicht klar war, wie es mit Daniels gesundheitlichem Zustand weitergehen würde. Wenn man eigene Kinder hat, denkt man unweigerlich auch in diese Richtung und fragt sich, wie man als Vater mit solch einer Situation überhaupt umgehen kann. Das heißt, hier ist man in Gedanken auch ganz schnell bei seinem eigenen Leben und dem Leben seiner Familie."
A. Koch: "Wie konkret werden die Werraland Werkstätten Daniel helfen?"
G. Hoßbach: "Wir haben mit Daniel und seiner Mutter vereinbart, dass wir Daniel, wenn er gesundheitlich wieder in
der Lage ist, einer Arbeit nachzugehen, in der Verwaltung einen Ausbildungsplatz anbieten werden. Angestellt wird er in der Integrationsfirma WeBeG (Werraland-Beschäftigungsgesellschaft; Anm.d. Red.), in der er vorher auch beschäftigt war. Das tun wir mit einem sehr guten Gefühl, denn Daniel war bereits während seiner Ausbildungszeit in der Küche ein sehr zuverlässiger, engagierter und gewissenhafter junger Mann. Vor diesem Hintergrund denken wir, dass Daniel auch im Rahmen seiner Ausbildung zum Bürokaufmann seinen Mann stehen wird. Außerdem möchten wir Daniel mit unserer Spendenaktion zu seinen Gunsten helfen und hoffen, dass sich viele Menschen aus unserer Region mit einer Geldspende beteiligen werden. Daniel und seine Mutter sind, was die wirtschaftlichen Verhältnisse angeht, in einer sehr schwierigen Situation; was auch damit zusammenhängt, dass der Vater vor nicht einem Jahr gestorben ist."
A. Koch: "Was glauben Sie, Herr Hoßbach, ist für Daniel das Wichtigste in der nächsten Zeit?"
G. Hoßbach: "Das Wichtigste ist natürlich, dass Daniel erst mal wieder gesund wird. Er hat ja noch einen langen Genesungsweg vor sich. Im Moment geht es ihm gut. Er ist alle neun Tage in der Klinik in Bad Oeynhausen und wird dort überwacht. Es deutet alles darauf hin, dass er einen sehr positiven Heilungsverlauf haben wird. Ich denke, er muss jetzt erst mal wieder in das normale Leben zurückfinden, denn er war ja über viele, viele Monate nicht zuhause; nicht in seinem sozialen Umfeld. Daniel genießt es momentan, vorallem wieder in den eigenen vier Wänden zu sein, alte Freunde sehen zu können. Das Hauptaugenmerk liegt jetzt darauf, dass Daniel sich hier in Eschwege wieder neu zurechtfindet."
A. Koch: "Der Jahreswechsel steht kurz bevor. Was wünschen Sie, Herr Hoßbach, Daniel für das neue Jahr und darüber hinaus?"
G. Hoßbach: "Diese Frage ist ganz kurz und knapp zu beantworten. Wir wünschen ihm viel, viel Gesundheit und
Zuversicht, dass er relativ schnell wieder am normalen Leben teilhaben kann. Das wünsche ich Daniel im Namen aller Werraland-Kolleginnen und Kollegen und aller Menschen im Werra-Meißner-Kreis, die in den letzten Monaten auf so beeindruckende
Weise an Daniels Schicksal teilgenommen haben."

Erste Spendenübergabe für Daniel
Beim Tag der offenen Tür der Werraland Werkstätten hatten alle Besucher die Möglichkeit, sich anhand einer Informationstafel über Daniels Schicksal zu informieren. Bereits beim Tag der offenen Tür kamen Barspenden zusammen, die durch Spenden der Werraland-Mitarbeiter ergänzt wurden - auf einen Gesamtbetrag von 338,40 Euro. Dieser Betrag wurde Daniel am 16. Dezember 2008 im Beisein seiner Mutter Christa Drescher offiziell von Gerd Hoßbach, Vorstandsvorsitzender der Werraland Werkstätten, überreicht. Außerdem erhielt Daniel zehn Schlemmer-Gutscheine für das Bisto Amélie.

Wenn auch Sie für Daniel spenden möchten, nutzen Sie bitte das Spendenkonto, das auf dieser Seite im roten Infokasten angegeben ist (Stichwort: Daniel Drescher). Im Namen von Daniel und seiner Familie sei allen Spendern an dieser Stelle ein herzlicher Dank gesagt. Danke für Ihre Hilfsbereitschaft und Unterstützung einer guten Sache!
Spendenkonto für Daniel Drescher
Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel e. V.
Stichwort: Daniel Drescher
Kontonummer: 202169
BLZ: 520 604 10

Hier kann der Organspendeausweis direkt heruntergeladen werden. Der Ausweis kann von jedem sofort ausgefüllt werden. Auch eine formlose Willenserklärung ist rechtskräftig, d.h. Stempel, Beglaubigungen, Registrierungen oder andere Formalitäten sind nicht nötig.

Alle wichtigen Informationen zum Thema Organspende unter www.junge-helden.org
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